Donnerstag, 27. Juli 2017

Wetter bleibt Thema - mal schlecht, mal gut



Wir sind nun in Dyvig, trocknen das Regenzeug und befeuchten uns innerlich mit Kaffee im Regen.



Regenwetter-Stilleben ohne Worte
Abends hört der Regen auf, der Himmel ist rot vor Scham, natürlich wegen des Wetters. Der Wetterbericht für den 26.07. lässt ein wenig hoffen: Es soll mal wieder schön werden, für einen Tag schön! Wir beschließen, zur Schlei zurück zu fahren, denn anschließend sieht es wieder grausam aus!! Also gute Nacht, Segeltörn, Du gehst unfreiwillig Deinem verfrühten Ende entgegen: Hier eine geballte Ladung schöner Bilder

Es kann soo schön sein.....

....wenn das Wetter stimmt!
.Um 17:00 erreichen wir die Einfahr in die Schlei
Eine bizarre Baumgruppe ist ein markantes weithin sichtbares Seh-Zeichen

Wir sind wieder "drin"!

Über alle 4 Backen strahlender Seemann
Es ist schon Tradition: Nach dem Einlaufen in die Schlei legen wir erst einmaal in Maasholm an der Modersitzki-Werft an. Sie liegt in Wormshöfter Noor.


Das Wormshöfter Noor, ein beliebter Ankerplatz

Klar, wir feiern unsere (unverfrorene, viel zu frühe) Rückkehr in die heimische Schlei:



Im Restaurant "Schleieck", hier gibt es fantastische Dorschgerichte!

Und einen guten Hauswein...

...und wir reden nicht mehr über das Wetter...
...sondern über die schönen Dinge....

...des Seglerlebens.
 Kleiner Nachtrag: Am nächsten Morgen ist auch in Maasholm wieder alles grau in grau. Ausgedehntes Frühstück, dann ein Loch im Wetter gesucht, und ab nach Arnis. Wir freuen uns, dass wir wieder da sind. Ablegen können wir ja jederzeit wieder.

Dienstag, 25. Juli 2017

Brief an das Wetter


Liebes Wetter, wir haben Dich langsam satt!! Der Urlaub wird nicht aufregend, er ist verregnend, jawoll!! Deshalb drohen wir nunmehr hochoffiziell damit, dass wir früher als geplant in die Schlei zurückkehren, um uns Deiner penetranten Drangsalierung zu entziehen.

"Immer nur lächeln, und immer vergnügt..."

Der "Steuerberater" Käpt´n H. hat auch mal Pause, A,B. beim Dichtigkeitstest für Regenkleidung..!
Dafür haben wir schon allerhand getan: Wir sind nämlich jeden Tag weiter nach Süden gesegelt, von Juelsminde nach Middelfart, dann nach Aarösund, weiter bei Starkwind und Dauerregen nach Dyvig. Also könnten wir jetzt mit einem Schlag in die Schlei segeln, und das machen wir auch,  wenn Du nicht endlich zur Vernunft kommst. Morgen, 26.07. fällt die Entscheidung: Weitere Ziele in der dänischen Südsee ins Visier zu nehmen, vielleicht mal in die Flensburger Förde zu fahren, oder in Arnis unsere nassen Klamotten zu trocknen. Du - blödes Wetter - hast es in der Hand: Werde gefälligst der Jahrezeit angemessen schön und warm und trocken, oder es gibt ein Donnerwetter - von uns !!!

Nicht vergnügungssteuerpflichtig !!



In Middelfart haben wir eine Nacht im (teuren) Yachthafen am Kulturzentrum (200 Dkr) gelegen, beim Anlaufen fing es an zu regnen, da wollten wir nicht mehr lange woanders nach einem Liegeplatz suchen. Hier ist der Vorteil, dass man direkt an der Stadt mit ihren Einkaufsmöglichkeiten liegt, bei der Wetterlage freut man sich über kurze Wege.. Also wurde am Sonntagmorgen schnell das Nötigste eingekauft, dann sind wir in den kleinen Kongebrohafen ´rübergefahren und haben dort den letzten freien Platz ergattert. Schon beim Einlaufen dort erwischte uns ein Gewitter mit heftigem Regen, alles nass, Sch....!!- Was macht man  dann ?- Wir haben uns einfach nochmal in die Koje gelegt und 2 Std. an der Matratze gehorcht, Frustschlafen nennt man das !-

Kongebrohafen bei Middelfart (1)



Kongebrohafen bei Middelfart(2)
Blick auf Middelfart (rechts) und die Autobahnbrücke  über den Kleinen Belt


Der Rest des Regentages dann Routine: Lesen (Käp´tn) Handarbeit (Anke), dann gemeinsames Kaffeetrinken mit lecker Dagmar-Torte, Schiff trocken wischen, später duschen, kochen, Abendessen und chillen. Laut Wetterbericht werden wir bis Freitag 28.07. jeden Tag Regen genießen, feucht und nicht fröhlich also. Wir werden jetzt einen Zahn zulegen, um schneller gen Süden zu kommen !-

Der Wetterbericht für die ganze Woche (Regen, Regen, Regen, wie langweilig !!!)

Samstag, 22. Juli 2017

Wichtige Problemlösungen, wegweisende Erkenntnisse




Ja, das Saisonereignis mit den Neoprenis hat Wellen geschlagen. Und es ist gelöst! Das überraschende Auftauchen von Neonazis und einigen Neoliberalen hat die Neoprenis vertrieben, sowohl der Geruch der einen als auch das Outfit der anderen hat ganze Arbeit geleistet: Nur noch Flaschen (auch "Buddeln" genannt) hängen um unser  Schiff im Wasser herum, wir sind total geflascht. Das Phänomen sollte bundesweit buddellogisch untersucht werden und beim nächsten KKK (KronenKorkenKongress) im Mittelpunkt stehen.

Ja, und dann noch der Tipp mit dem Versenken der Buddeln mit Hilfe des Ankers auf den Grund: Da muss man erst einmal drauf kommen: Nun haben wir einen Grund, aus dem heraus das grundlose Betrinken keinen Grund mehr braucht, man holt die Buddel(n) einfach vom Grund nach oben (an der Ankeleine), köpft die Buddel nach den Regeln der Scharia, säuft das Zeug aus, und fertig: Cool und Geni-Ale !!- Da flüchten die -prenis, -nazis und -liberalen ganz von selbst und wir haben Spaß!!- Auch Haien bräuchte man keinen Korb mehr geben,,,!

Apropos: Haien einen  Maulkorb zu verpassen, das geht gar nicht, das ist gemein und macht uns ganz high! Da würde doch so ein Zahnschutz, wie ihn die Boxer tragen, völlig ausreichen, und das Hai-End-Projekt wäre obsolet! Und die Haie könnten endlich wieder das sein, was sie in Wirklichkeit sind: Völlig Hai !!-

"Adonis" & Crew sind zwischenzeitlich von Bogense (Fünen) nach Juelsminde (Jütland) gesegelt, ein toller Ferienort an der Ostsee. Hier genehmigen wir uns immer ein opulentes Fisch-Anretning, auch diesmal haben wir kräftig zugeschlagen: Hier einige Bilder für Mitesser und solche, die es werden möchten.

Alles Fisch !

Wer hat das bloß angerichtet ?

Anke
Noch ist alles da !


Ein Anretning zum Träumen


Anke B. als  flinke Flunder steht auf Garn-Elen, Käpt´n H. eher auf E-Heringe. Das Bier heißt in Dänemark "Öl" und geht ´runter wie selbiges! Wenn man in DK also ein Bier trinken geht, sagt man: Ich geh´ einen ölen. Ob es hier auch Nähmaschinenbier oder Bierfilter gibt, haben wir noch nicht herausgefunden!

Und wir sind der Aufforderung des anonymen Buddellogen nachgekommen: Beim Sonnenuntergangs-Sekt haben wir einen Sitzplatz mit dänischem Elefant-Bier (10 Vol. %, elephantastisch!) für ihn besetzt, ja so sind wir eben!- Seinen Stuhlgang an unseren Tisch haben wir auf diese Weise virtuell vollzogen... !

Na, was ist nun ? Kommt der Buddelloge ?-

 

Ja, da hinten rührt sich etwas, ich glaub´, das isser!!


Schließlich haben wir einen guten Platz und ein elefantiöses Öl bereitgestellt !- Prost !


Heute, Samstag 22.07. haben wir Juelsminde verlassen, schönes Segeln bis Middelfart, dann Dauerregen. Guter Liegeplatz im Kulturhafen, Hoffnung auf Besserung stirbt zuletzt. Also erst einmal die Seele ölen !-

Donnerstag, 20. Juli 2017

Weiter segeln, heiter bleiben !

Wieder Kontrastprogramm im Wettermanagement! Aber wir sind wieder weitergesegelt, Kerteminde zum Chillen und Proviantkaufen, ein Hafentag, dann die Entscheidung: Wir fahren diesmal nicht nach Samsö.

  
Entenmästen in Kerteminde


Ich werde hier Hafenmeister !

Uns würden 3 Regentage erwarten, das wollen wir nicht auf Samsö absitzen, stattdessen segeln wir nördlich um Fünen herum, Ziel ist zunächst Bogense, später noch etwas weiter nach Juelsminde am Festland. Für längere Törns fehlt es einfach an Planungssicherheit, so können wir uns schöne Häfen im Kleinen Belt aussuchen, uns erscheint das attaktiver.

Traumsegeltag v. Kerteminde nach Bogense (1)

Traumsegeltag v. Kerteminde nach Bogense (2)

Die Insel Aebelö kurz vor Bogense

Bogense ist in Reichweite
Bogense: Der erste von den 3 angekündigten Regentagen kam mit Verspätung. Zunächst noch Sonne bei schwülen Temperaturen, erst nachmittags kam der Dauerregen. Für morgen, 21.07 besteht Hoffnung, dass wir trocken nach Juelsminde kommen. Na, das ist doch ´was !!-

Sonntag, 16. Juli 2017

Kontrastprogramm

Drei Tage mit schönem Wetter hatten uns richtig verwöhnt: Sommerlüftchen, kein Sturm, kein Gezerre an den Leinen im Hafen, kein Gerüttel im Rigg. Von Söby sind wir gemütlich in den Svendborgsund gesegelt, maximal 3,5 Knoten, mehr wollte der Wind nicht ausgeben. Troense wie immer schön, aber ziemlich teuer, Schwamm drüber. 


Lundeborg im Hafen (1)

Lundeborg im Hafen(2)


Lundeborg im Hafen(3)


Gestern, 15.07. ging es weiter, ebenfalls langsam, deshalb nur bis Lundeborg/Fünen. Wg. Wochenende war es hier rappelvoll, immer noch Bilderbuchwetter, und - man glaubt es kaum - wir haben bei 17° zum 1.Mal in diesem Jahr in der Ostsee gebadet, bibber!-

Verklärter Blick......


....leckeres Essen....

Abends großes Hafenbuffet mit Live-Musik, das war richtig schön, ein Bilderbuch-Hafenfeeling. Hätte so weitergehen können! Hätte!!! Heute morgen alles grau in grau, Nieselregen, gerade noch die Kuchenbude aufgebaut gekriegt, ehe das Cockpit völlig durchnässt und damit frühstücksuntauglich werden konnte. Das Sauwetter hat uns wieder. Aber Hoffnung kommt auf: Ab morgen soll eine Hochdruckzone für schönes Wetter sorgen, sagen die Meteorlügner. Wir werden sehen....  

 ......in entspannter Athmosphäre!

Und typisch dänisch!!

Sie kommen !!

Merkwürdige Kleidung, sicher alles nur geklaut !

Ach ja, es gibt sie also doch noch: Die Wikinger! Hier zu sehen beim Abtakeln vor Lundeborg. Nachdem sie in alter Wikingermanier zunächst andere Schiffe enterten und ausraubten (sie haben den Besatzungen gnadenlos die Schwimmwesten geklaut), pullen sie mit Muskelkraft in den Hafen, um weitere schreckliche Dinge zu tun (Buffet leerräumen, Bier und Met saufen, laute Musik machen etc.).

Flottenbesuch

Hoffentlich tun sie uns nix!
 Kaum zu glauben, dass wir von denen abstammen sollen, zivilisiert wie wir sind, gell?!-


Mittwoch, 12. Juli 2017

Von Buddeln an Seemannsgarn, Neoprenis, also den Dingen rund ums Schiff...


Heute stürmt es heftig in Söby, wir haben die Leinen verstärkt, damit das Schiff ruhiger liegt, aber wenn´s kachelt, dann kachelt es eben.
Ja, und dann haben wir nette Beratung bekommen, was die Kühlung von Getränken angeht, ein Buddelloge hat uns gestern unter dem Pseudonym "Roland" einen Kommentar geschrieben, den Ihr unbedingt lesen müsst. Wir bedanken uns und antworten wie folgt:

Lieber Buddeloge, Deine weisen Ratschläge haben wir natürlich umgehend befolgt und im Detail für unsere Bedürfnisse modifiziert: Alle uns zur Verfügung stehenden Seemannsgarnfragmente haben wir zusammengeknotet (reichte gerade einmal ums Schiff rundherum) und daran unsere zu kühlenden Getränke befestigt, Ergebnis: Wir sind von Flaschen umringt, die das Schiff - wie Fender - schützen. Sieht echt cool aus! Was wir jedoch nicht bedacht hatten: Binnen kurzer Zeit schwammen um uns herum etliche Neoprenis, also badende Hafengäste, die sich ungeniert an unseren Getränken bedienten, rund ums Schiff machte es dauernd "plopp". So dezimierten die Neoprenis schnell unsere Getränkevorräte, echt eine Sauerei. Wir konnten sie zwar einstweilen durch lautes Singen und das Werfen von Leckerlies aus der Hundekoje vertreiben, aber das hilft natürlich nicht nachhaltig. Was sollen wir nun machen?- Neoprenis harpunieren?- Haie als Nachtwächter engagieren?- Wir sind ratlos und erwarten dringend Lösungsvorschläge!!
Übrigens: Den Tipp bezgl. Feuer auf dem Vorschiff haben wir einstweilen hintangestellt, uns ist nämlich die Kohle ausgegangen..! Stürmische Grüße aus Söby von der Crew auf "Adonis".

Dienstag, 11. Juli 2017

Vom Heimathafen geflohen

3 Tage haben wir in Arnis wegen Elektrik-Trouble festgesessen, der Elektriker hat einen guten Job gemacht, eine neue Batterie musste her, dann lief wieder alles! 
Heute, am Di. 11.07. gab es bis mittags noch Sturzregen und Gewitter, danach 14:30 beschlossen wir, wenigstens bis nach Maasholm zu schippern (Hafenwechsel), wir wollten einfach weg! Dann - Wind und Wetter frischten richtig auf -also fuhren wir weiter, an Schleimünde vorbei auf die Ostsee.

Schleimünde in Sicht
Der neu gestrichene Leuchtturm

Mit gutem Wind und ordentlich Speed rauschten wir ´rüber nach Ärö, nach 3 Stunden hatte wir die Nordwestspitze (Skjoldnäs) der Insel erreicht und machten wenig später im Hafen von Söby fest.

Endlich auf See !!

Noch ´n Leuchtturm:(Skjoldnäs auf Aerö)
 Ein schöner Sonnenuntergang begleitete uns, zufrieden waren wir, dass "Adonis" nun wirklich "on tour" ist. Der Törn beginnt!


Die Hafeneinfahrt von Söby (Aerö)

Im Hafen angekommen




Samstag, 8. Juli 2017

Wir werden aufgehalten und sind ungehalten

Sicher wähnt Ihr  uns schon längst im Land der Rödspätten, also in einem hyggeligen dänischen Hafen, aber das ist noch nicht: Eine schwarze klebrige Masse (ein Abfallprodukt vom Erdöl) hält uns in Arnis fest: Das Pech!!   

Unsere Batterien machen Schlapp, Kühlschrank läuft nicht, Mist!!

Zwangsurlaub im Heimathafen Arnis

Massive Ladeprobleme und unsere schon etwas alten Batterien haben unser neues Kühlaggregat f. d. Kühlschrank erst einmal lahmgelegt, nix mit kalten Getränken und Lebensmitteln, nee, so können wir nicht losfahren, unser netter Elektriker hat aber nach akribischer Suche das Problem eingekreist: Ladegerät und Kühlaggregat sind okay, aber wir brauchen neue Batterien. 

Dänische Gastlandsflagge (Danebrog) bleibt noch eingerollt

Also liegen wir bis Montag noch im Heimathafen Arnis (nicht der schlechteste Ort, um Reparaturen durchzuführen), der "Danebrog" bleibt noch eingerollt, wir hoffen auf den ersten "Schuss" in die dänische  Südsee am Mo. 10.07., wenn die Elektrik wieder funktioniert und alles wieder "cool" ist Daumendrücken hilft!!